The Work & die GfK in der Transformation

Newsletter vom 14. Juni 2016

Zurück zur Übersicht

Hallo Ihr Lieben,

vor ein paar Tagen ist mir in einer GfK-Übungsgruppe zum Thema Glaubenssätze eine Übung begegnet, der ich den Namen "Blitztransformation" gegeben habe, weil sie mich wieder ganz unmittelbar hat spüren lassen, was Transformation bedeutet:

Frage 1: Was tust Du oder sagst Du oder was möchtest Du erreichen, damit andere ein bestimmtes Bild von Dir haben?
Ein eigenes Beispiel: Ich war es lange gewohnt, mich selbst und meine Bedürfnisse zurückzustellen, damit andere mich als kooperativ und verlässlich erleben und gerne mit mir zusammen sind oder arbeiten.

Frage 2: Was denkst Du über Dich selbst, dass Du meinst, Du bist nicht so?
Also in meinem Beispiel: Ja genau. Wie bin ich denn eigentlich auf die Idee gekommen, dass ich nicht von Natur aus ein kooperatives, verlässliches Wesen bin, mit dem andere gerne zusammen sind?

Für uns alle gesprochen: Wie sind wir denn jemals darauf gekommen, dass wir nicht von Natur aus liebenswerte, einfühlsame, unabhängige, ehrliche, intelligente, erfolgreiche, mutige, wertvolle, gebende, kreative, vollkommene, starke, schöne, verlässliche, neugierige, liebende, fröhliche, kooperative, fühlende, lebendige Wesen sind? (Was hab ich vergessen?) Diese Art der Fragestellung hat mir wieder so unmittelbar bewusst gemacht, dass es bei der Transformation nicht darum geht, zu etwas zu werden, das wir noch nicht sind. Im Gegenteil, es geht darum alle falschen Überzeugungen über uns selbst und die Welt loszulassen. Das falsche Denken, das uns daran hindert, uns selbst und alle anderen wahrhaftig zu sehen.

Bleibt noch die Frage: Warum ist etwas so Offensichtliches so schwer in die Tat umzusetzen? Ganz einfach: Auf dem Weg zurück zu uns selbst begegnen uns all die schmerzhaften Erfahrungen, die irgendwann mal so unerträglich für uns waren, dass wir unser wahres Selbst aufgegeben haben und uns stattdessen Rollen und Masken als Schutz zugelegt haben. Und wir haben Angst davor, was uns erwartet, wenn wir die Masken abnehmen und uns auf diesen Schmerz wieder einlassen.

Doch: Wo die Angst ist, ist der Weg. Nur der Schritt ins Unbekannte ermöglicht uns, dass etwas ganz Neues geschieht, dass wir selbst uns wandeln. Und nach einer Weile lernen wir, dass mitten im Schmerz stehen zu bleiben viel weniger schmerzhaft ist, als ihn weiterhin abzuwehren. Und dass der Schmerz ein direkter Wegweiser zu unserem wahren Kern ist, zu all den unbekannten Schätzen und der Fülle in uns.

Also nur Mut, die Reise lohnt sich.

Herzliche Grüße,
Ulla

Weitere Artikel


Startseite
Kontakt
Datenschutz
Impressum